Bauprojekte von Architekt Johann-P. Schaper

"Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden" - Mies van der Rohe

Projekt 1: Einfamilienhaus in der Lüneburger Heide
Einfamilienhaus in der Lüneburger Heide
Das Grundstück liegt in einer heterogenen Einfamilienhaus-Waldsiedlung mit überwiegend eingeschoßiger Bebauung.
Die Gebäude sind zum größten Teil mit für den norddeutschen Raum üblichen Backsteinfassaden versehen.

Die exakte Nord-Süd-Ausrichtung und der Zuschnitt des Grundstückes macht es sinnvoll, daß Gebäude im nordöstlichen Bereich zu plazieren. Das Zentrum des Hauses bildet eine zweigeschoßige Wohnhalle, der sämtliche Aufenthaltsräume zugeordnet sind.

Eingangstür des Einfamilienhaus in der Lüneburger HeideEin vorgeschobener allseitig verglaster Süderker mit der vorgelagerten Terasse schafft eine intensive Verbindung mit dem Außenraum. Der Erker fängt die Sonneneinstrahlung im gesamten Verlauf des Tages ein und gibt die Wärme über die Halle an das gesamte Haus weiter. 

In Verbindung mit der Grundrißzonierung  (Nebenräume als Puffer im nordöstlichen Teil, Aufenthaltsräume im südwestlichen Teil des Hauses)  und entsprechender Anordnung der Fenster in Größe und Anzahl kommt es zu erheblichen passiven Solargewinnen.
Die Liebe zum Detail und intensive Auseinandersetzung mit diesem verleiht dem Gebäude eine wohltuende Eigenständigkeit. 

 Projekt1 drei Ansichten

Projekt 2: Wohngebäude eines landwirtschaftlichen Betriebes bei Gießen

Durch die starke Expansion eines landwirtschaftlichen Betriebes mußte die gesamte Hofstelle aus dem sehr eng gebauten Ortskern ausgesiedelt werden. Das Grundstück wird bestimmt durch eine Wohngebäude eines 
landwirtschaftlichen Betriebes in Gießenbereits vorhandene Lager- und Betriebshalle sowie das stark nach Süden abfallende Gelände.

Städtebaulicher Leitgedanke war, die unterschiedlichen Gebäude (bestehende Lager- und Betriebshalle, neues Wohnhaus und neues Garagengebäude) in traditioneller Weise über eine Hofanlage zu einem einheitlichen Ensemble zusammenzufügen. 

Eine im Detail ähnliche Architektursprache wie auch die gleichen Dachneigungen unterstützen diesen Gedanken.

Die topographischen Gegebenheiten führten bei dem Wohngebäude zu einem basilikalem Gebäudetyp, der sich im Zusammenhang mit den vorgelagerten Balkonen dem abfallenden Geländeverlauf anpaßt und die Fassaden in entsprechender Weise gliedert.

Die genannten Entwurfsentscheidungen schaffen für sämtliche Aufenthaltsräume einen wunderschönen talseitigen Weitblick und eine intensive Verzahnung des Innen- mit dem Außenraum.

 

 

 

 

 

 

 Die Anordnung aller Aufenthaltsräume nach Süd/Süd- West in Verbindung mit großen Fensteröffnungen sowie massiven Baustoffen im Innenraum bringen erhebliche passive Solargewinne. Die Balkone und die Dachüberstände schützen die Räume vor einer sommerlichen Überhitzung.

Projekt2_Ansichten